SPHV

Aktuelles Thema

27.-29. September in Wiesloch: Die Fachtagung für Betreutes Wohnen in Familien fand erstmals in Wiesloch statt

„Mit einer Hand lässt sich kein Knoten knüpfen“ – unter diesem Motto startete am 27. September die 32. Fachtagung für Betreutes Wohnen in Familien im Palatin Kongresshotel in Wiesloch. Unter Betreutem Wohnen in Familien, kurz: BWF, versteht man die Integration von Menschen mit Behinderungen in Gastfamilien. Der betroffene Mensch lebt bei der Gastfamilie und wird von dieser betreut. Multiprofessionelle Fachkräfte unterstützen die Familie und den Betroffenen im Betreuungsprozess. Der SPHV zählt das BWF seit 1999 zu seinen Angeboten und vermittelt psychisch erkrankte Menschen erfolgreich in geeignete Familien, insbesondere im Neckar-Odenwald- und Rhein-Neckar-Kreis.

Die Veranstaltung widmete sich neben fachlichen Themen der Betreuungspraxis auch aktuellen gesellschaftlichen, politischen und wissenschaftlichen Entwicklungen. Hierfür bot der SPHV ein umfassendes Programm mit namhaften Referenten aus Wissenschaft und Praxis. Besonderen Anklang beim Fachpublikum fand u. a. der Vortrag von Prof. Dr. Dr. Jan Ilhan Kizilhan, der über psychische Erkrankungen in anderen Kulturen  referierte. Er betonte, dass die Sozialisation eine wichtige Rolle bei der Entstehung und Diagnostik seelischer Störungen spiele und forderte eine kulturelle Sensibilität seitens der Fachkräfte, um den aktuellen Herausforderungen im Zusammenhang mit der Migrationsthematik zu begegnen.

Als Fazit der Veranstaltung lässt sich festhalten: Das Betreute Wohnen in Familien kann für Menschen mit Behinderungen eine angemessene Lebens- und Wohnform darstellen, die gleichermaßen eine Integration in die Familie und die Gemeinde ermöglicht. Wer sich als Familie oder Einzelperson über die Möglichkeiten der Betreuung eines Menschen mit seelischer Behinderung informieren möchte, kann sich hierfür gerne an den SPHV wenden (Kontakt: Simone Ullrich, Teamleitung BWF, 06222/77394-1401, www.sphv.de).

Presseartikel zur Veranstaltung
Hörfunkbeitrag

 

06. Mai 2017 in unserer Tagesstruktur: Benefizkonzert begeistert mit klassischen Akkordeon-Klängen in besonderer Umgebung
Kulturelle Kooperation zwischen Bürgerstiftung Wiesloch und SPHV Rhein-Neckar findet großen Anklang

Ungewohnte Klänge schallten durch die Montagehalle der Tagesstruktur des Sozialpsychiatrischen Hilfsvereins Rhein Neckar (SPHV) in der Ringstraße 5 in Wiesloch. Wo üblicherweise Menschen mit psychischen Erkrankungen einer sinnstiftenden Beschäftigung nachgehen, bot das Akkordeon-Bezirksorchester Rhein-Neckar-Odenwald unter der Leitung von Werner Scherer am Samstagnachmittag seinen Zuhörern einen einstündigen Ausflug in die Welt der klassischen Musik.

Die Bürgerstiftung Wiesloch und der SPHV hatten zu dem Benefizkonzert in ungewöhnlichem Ambiente eingeladen. Über den musikalischen Hörgenuss hinaus wollten die Veranstalter mit dem Konzert einen besonderen Begegnungsraum schaffen, um auf die Belange psychisch erkrankter Menschen aufmerksam zu machen. So freuten sich die Organisatoren auch, als sich die große Werkstatthalle kurz vor Konzertbeginn um 16 Uhr füllte und mit rund 100 Gästen fast alle Plätze belegt waren.

Melitta Wernecke, Geschäftsführerin des SPHV Rhein-Neckar, und Rosemarie Stindl, Vorstandsmitglied der Bürgerstiftung Wiesloch, begrüßten die Gäste und Musiker zum Auftakt der Veranstaltung. Auf eine Gage hatten die Orchestermusiker zugunsten von Spenden für den SPHV verzichtet. Der Spendenerlös werde für die Durchführung von Freizeiten dringend gebraucht, so Melitta Wernecke. Denn der SPHV organisiert und begleitet Reisen für psychisch erkrankte Menschen, um ihnen wichtige soziale und kulturelle Eindrücke zu ermöglichen. Hierfür sei  jedoch eine Spendenfinanzierung unabdingbar: Die Klienten des SPHV lebten häufig von Sozialhilfe oder einer kleinen Erwerbsunfähigkeitsrente und könnten sich einen mehrtägigen Urlaub selten leisten.

Nach diesen eindringlichen Grußworten eröffnete das Akkordeon-Bezirksorchester Rhein-Neckar-Odenwald sein musikalisches Programm. Versiert und vielseitig präsentierten sich die Akkordeonisten mit einer beeindruckenden Darbietung von unterschiedlichen Stücken der klassischen Moderne. Orchesterleiter Werner Scherer wandte sich vor jedem Stück mit Anekdoten und Wissenswertem über den Komponisten und sein Werk an das Publikum und ergänzte so auf unterhaltsame Weise die musikalische Vorstellung. Den Anfang machte der beschwingte „Frühlingsstimmen Walzer“ von Johann Strauss. Der Tango „Adios Nonino“ von Astor Piazolla brachte südländisches Flair in die Werkstatthalle. Es folgten viele weitere Stücke, u.a. von Rossini und Prokofjew, bevor die Aufführung mit der „Künstler Quadrille“ von Johann Strauss fulminant endete. Das Publikum ließ es sich nicht nehmen, zwei Zugaben einzufordern, bevor die begeisternden Musiker mit lang anhaltendem Applaus und einem herzlichen Dankeschön seitens der Organisatoren verabschiedet wurden.

 

Traditionelles Mittagsmenü zum Welttag für seelische Gesundheit - Integrative Gastronomie des SPHV Rhein-Neckar will auf Belange von psychisch erkrankten Menschen aufmerksam machen

Anlässlich des Welttags für seelische Gesundheit am Montag, 10. Oktober 2016, wird in der „Alten Schuhfabrik“ in der Heidelberger Str. 51 in Wiesloch von 11:30 bis 14:00 Uhr traditionsgemäß ein ausgewähltes Mittagsmenü serviert. Der integrative Restaurantbetrieb bietet psychisch erkrankten Menschen Beschäftigungsmöglichkeiten im Gastronomiebereich und fungiert dabei als Begegnungsstätte zwischen behinderten und nichtbehinderten Menschen. Das erfolgreiche Konzept setzt der SPHV Rhein-Neckar als Träger auch in seinen Werkstätten für psychisch behinderte Menschen, den Nordbadischen Fabrikproduktionen (NFp) in Wiesloch und Meckesheim, um. Die dortige Gastronomie dient nicht nur den Beschäftigten als Mittagskantine, sondern ist auch für externe Gäste geöffnet. Zum ersten Mal wird daher das Traditionsmenü zur selben Zeit auch im „Casino“ der NFp Wiesloch in der Ludwig-Wagner-Straße 2 sowie am Standort in Meckesheim in der Bahnhofstraße 29/2 angeboten. Neben Rinderbrust mit Meerrettichsauce und Kartoffeln steht in allen Lokalitäten eine vegetarische Alternative zur Auswahl. Der Welttag für seelische Gesundheit wurde 1992 von der World Federation for Mental Health (WFMH) ins Leben gerufen. Er soll auf die Belange von psychisch erkrankten Menschen auf-merksam machen und deren Stigmatisierung abbauen. Das diesjährige Motto „Erste Hilfe für Alle bei psychischen Krisen“ thematisiert die Notwendigkeit von psychologischen Ersthilfen für in Not geratene oder durch ein krisenhaftes Ereignis geschädigte Menschen.

05. - 18.10.2016: Wanderausstellung in den NFp Meckesheim

Psychiatrische Einrichtungen bieten Veranstaltungen rund um den Welttag der seelischen Gesundheit

Die Depression gehört zu den häufigsten und hinsichtlich ihrer Schwere am meisten unterschätzten Erkrankungen. Sie kann jedoch bei optimaler medikamentöser und/oder psychotherapeutischer Versorgung gut behandelt werden. Nichtsdestotrotz sind die „Wege aus der Depression“ oftmals individuell sehr verschieden. Dies verdeutlicht jetzt eine Wanderausstellung der Stiftung Deutsche Depressionshilfe auf eindrucksvolle Weise.

Zu sehen sind ausgewählte Beiträge eines Kreativwettbewerbs, den die Stiftung seit 2011 alle zwei Jahre veranstaltet. Ausgezeichnet werden Bilder von Betroffenen und Angehörigen, die „Wege aus der Depression“ aufzeigen. Dank des großen Zuspruchs, den die Wettbewerbsbeiträge fanden, wurde die Wanderausstellung ins Leben gerufen, um die Werke einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Alle Bilder sind mit Begleittexten der Künstler versehen und beeindrucken durch die Vielfältigkeit der Motivideen, die künstlerische Qualität und vor allem durch ihren tiefen Symbolwert.

Die Ausstellung wird am Mittwoch, 05. Oktober 2016, um 18:00 Uhr im Rahmen einer Vernissage in den NFp Meckesheim, einer Werkstatt für seelisch behinderte Menschen in der Bahnhofstraße 29/2, direkt am S-Bahnhof von Meckesheim, eröffnet. Hierzu sind alle Interessierten herzlich eingeladen. Danach können die Bilder noch bis einschließlich 18. Oktober 2016 (montags bis freitags, 08:00 - 16:00 Uhr) kostenfrei vor Ort betrachtet werden. Sie wurden als Leihgabe an den SPHV Rhein-Neckar, Träger der NFp, und das Psychiatrische Zentrum Nordbaden übergeben. Beide Einrichtungen sind Partner im Rahmen des Bündnisses gegen Depression und wollen mit der Ausstellung auf die Erkrankung und den richtigen Umgang damit aufmerksam machen.

Die NFp Meckesheim bieten berufliche Rehabilitation und Beschäftigung für psychisch erkrankte und seelisch behinderte Menschen und beherbergen mit dem „ochsen2“ einen integrativen Restaurantbetrieb. Dieser wartet anlässlich des zeitgleich zur Ausstellung stattfindenden Welttags der seelischen Gesundheit am Montag, 10. Oktober 2016, von 11:30 bis 14:00 Uhr mit einem besonderen Mittagsmenü auf, so dass sich Kunst und Kulinarisches an diesem Tag gut verbinden lassen.

 

"Natur in graue Zonen": Wir machten mit – aus grauer Tristesse wurde gesundes Grün
Projektabschluss und Tag der offenen Tür am 08. April 2016


In den NFp Nordbadische Fabrikproduktionen, unserer Werkstatt für Menschen mit seelischen Behinderungen, beteiligten wir uns, gemeinsam mit der Bürgerstiftung Wiesloch, an der Kampagne „Natur in graue Zonen“ -  initiiert vom Wissenschaftsladen Bonn und als offizielles Projekt der UN-Dekade „Biologische Vielfalt“ ausgezeichnet. Das Bundesamt für Naturschutz, die Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW sowie die Stiftung Lebendige Stadt förderten diese Aktion in den Pilotstädten Wiesloch, Duisburg und Erfurt.

Der SPHV hat einen großen Teil seiner bisher versiegelten Außenfläche im Bereich des Casinos mit heimischen Pflanzen neu gestaltet. Zukünftig werden die Teilnehmer der NFp für die Pflege und die Gestaltung, unter amderem mit Küchenkräutern, zuständig sein. So entsteht ein nachhaltiges Arbeitsprojekt für unseren Berufsbildungs- und Arbeitsbereich.

Mit einer offiziellen Einweihung des neuen Gartengeländes und der Pflanzung der Winterlinde fand am Freitag, 8. April 2016 gleichzeitig auch der Projektabschluss „Natur in graue Zonen“ statt. Nachmittags öffneten die NFp in Wiesloch-Frauenweiler Tür und Tor für die interessierte Wieslocher Bevölkerung und präsentierten sich mit ihren Berufsbildungs- und Arbeitsbereichen. An verschiedenen Ständen wurden Eigenprodukte angeboten und die Produktionsschritte erklärt.

Presseberichte zum Projekt (Klick)

Video zum Projekt in den NFp Wiesloch (Klick) und
Gesamtvideo zum Projekt (Klick)

 

 

Zum dritten Mal dabei: "Jobs for Future", 18. bis 20. Februar 2016

Händedruck statt Doppelklick: der SPHV zeigt zum dritten Mal Präsenz Riesenandrang, hochzufriedene Aussteller und Bestnoten für das Besucherinteresse: die 16. Jobmesse in Mannheim war erneut ein voller Erfolg. Mit 43.545 Besuchern und 329 Ausstellern ist die dreitägige Messe für Arbeitsplätze, Aus- und Weiterbildung ein absolutes Muss für alle Schulklassen, Arbeitssuchende und Berufstätige, die ihre berufliche Zukunft planen oder sich auf dem Arbeitsmarkt neu orientieren wollen. Drei abwechslungsreiche Tage liegen auch hinter unserem Messeteam. In der Maimarkthalle in Mannheim präsentierten wir, an unserem attraktiven, zentral gelegenen Stand die beruflichen Ausbildungs-, Weiterbildungs- und Arbeitsmöglichkeiten beim und mit dem SPHV. Den persönlichen Kontakt zwischen unseren Mitarbeitern und den potentiellen Bewerbern benennen viele hierbei als entscheidenden Vorteil vor allen anderen Medien bei der gezielten Jobsuche. Der Info-Talk am Stand, der sich nicht nur an Schüler der Abschlussklassen richtete, sondern sich auch an Arbeitnehmer, die sich umorientieren oder eine neue Herausforderungen suchen, stand dabei im Mittelpunkt. Fragestellungen ergaben sich zu den Aufgabengebieten beim SPHV ebenso, wie zu Weiterqualifizierungen als Quereinsteiger ohne Psychiatrieerfahrung. „Was muss ich als Krankenschwester mitbringen und wie kann ich mich weiterbilden, um im Betreuungsbereich einen Arbeitsplatz zu finden?“ Im persönlichen Gespräch wurden vielfältige Kontakte, auch zu anderen Institutionen, zu Hoch- und Fachschulen geknüpft. Oberstes Ziel unserer Messepräsenz ist vor allen Dingen dem Fachkräftemangel der nächsten Jahre konstruktiv entgegenwirken. Unsere Teilnahme an der Jobs for Future ist aber nicht nur ein reines Recruiting-Instrument. Auch ein wenig Eigenwerbung für unsere sozialpsychiatrische Angebotspalette darf und muss sein. So konnten wir all denjenigen, die sich für den SPHV interessieren, „en vivo“ statt per Doppelklick als Ansprechpartner zu Verfügung stehen und unser soziales Netzwerk um wertvolle Kontakte erweitern.

 

Am 18.09.2015 wurde unsere neue Werkstatt für psychisch kranke und seelisch behinderte Menschen in Meckesheim feierlich eröffnet:

Geschmackvoll sei das Interieur, so Meckesheims Bürgermeister Hans-Jürgen Moos in seinem Grußwort und ansprechend war auch der Festakt am Freitag mit zahlreichen Vertretern des öffentlichen Lebens. Im Jahre seines 40-jährigen Jubiläums, so SPHV-Geschäftsführerin Melitta Wernecke, habe der SPHV nach 18-monatiger Bauphase eine attraktive Einrichtung geschaffen, die vor allem den Maßstäben einer qualifizierten beruflichen Rehabilitation psychisch Kranker gerecht werde. 60 Menschen finden in den NFp Nordbadische Fabrikproduktionen (WfbM) Arbeitsmöglichkeiten in den Bereichen Industriemontage, Textildruck, Verpackung oder Konfektionierung, ergänzt durch Angebote im Bereich Hauswirtschaft oder im kaufmännischen Bereich.

Die über 700 Quadratmeter große Produktionshalle sei sehr variabel gestaltet worden, informierte der ausführende Architekt Ingo Wellm, so auch den Anforderungen unterschiedlicher Aufträge gerecht wird. Mit dem Bistro-Café ochsen2 im Obergeschoss der Werkstatt verfügt der SPHV über ein integratives Gastronomieangebot, das Beschäftigung und Teilhabe am Arbeitsplatz im Küchen- und Hauswirtschaftsbereich bietet. SPHV-Vorstandsvorsitzender Johannes Pfahler sprach von einer Wirklichkeit gewordenen Vision, Sozialdezernent Roland Schulz beglückwünschte den SPHV zu diesem neuen Standort, verbunden mit einem großen Leistungsangebot und vielen innovativen Ansätzen. Für die würdige musikalische Umrahmung beim Festakt sorgte Sängerin Martina Netzer, begleitet von Michael Dalecke am Klavier. "Wir sind gut aufgenommen worden, wir fühlen uns sehr wohl hier", beendete NFp-Betriebsleiter Dirk Münker den offiziellen Teil und lud ein zur Hausführung, um Räumlichkeiten und Konzept näher vorzustellen.

Tag der offenen Tür riesiger Erfolg für NFp Meckesheim

Die offizielle Einweihung war noch im vollen Gange, als sich bereits viele interessierte Meckesheimer Bürgerinnen und Bürger vor dem Eingang der NFp einfanden. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der NFp waren bestens vorbereitet und viele Hundert Menschen genossen im Gastraum und im Wintergarten, nahe bei den Gleisen und mit Sicht auf die vorbeifahrenden Züge, Kaffee und Kuchen, einen herzhaften Imbiss und kleine Leckereien. Auch für die Öffentlichkeit wird in diesem Bereich künftig ein günstiger schmackhafter Mittagtisch angeboten.

Neben dem Gastronomiebetrieb präsentierten am Tag der offenen Tür die NFp besonders ihre Eigenproduktionen. Upcyling, also die Nutzung vorhandener Materialien zur Weiterverarbeitung für mehrwertige Produkte, steht hier im Mittelpunkt. Neben Gürteln aus Fahrradreifen, Vasenständern aus heimischem Apfelbaumholz, sind es besonders die zahlreichen nützlichen Dinge aus Filz- und Stoffresten, die unter den Besuchern reißenden Absatz fanden. Die Klienten des SPHV waren gerne bereit, jeden ihrer Produktionsschritte zu erklären und so wechselte manche Handytasche und Buchhülle ihren Besitzer.

Im Innenbereich des Gebäudes bot sich dem Betrachter das Werk der regionalen Künstlerin Pia Becker. Die Verkaufsausstellung der taubstummen Künstlerin aus Reichartshausen kann hier noch für einige Wochen besichtigt werden. Auch für die kleinen Besucher wurde draußen bei sonnigem Wetter ein buntes Unterhaltungsprogramm mit dem Spiel-Mobil Kraichgau e.V. aus Meckesheim  geboten.

Viele Interessierte - Eltern, Angehörige und Betroffene - nutzten die Gelegenheit, sich bei den bereitstehenden Mitarbeitern über die Möglichkeiten einer Mitwirkung und Mitarbeit zu informieren. Zum Kennenlernen bieten die NFp auf Anfrage gerne Praktikums- und Schnupperplätze an. Zur Terminvereinbarung steht der Begleitende Soziale Dienst der NFp (Anna Schlitt) telefonisch unter 06222 -77394-3301 zur Verfügung.

(Quellen: Presseberichte von Kay Müller & Melitta Wernecke: Fotos: Kay Müller & SPHV)

Zu Presseveröffentlichungen zum neuen NFp-Standort Meckesheim gelangen Sie hier.

 

 

Wir waren wieder dabei:  "Jobs for Future", 26. bis 28. Februar 2015
Messe für Arbeitsplätze, Aus- und Weiterbildung in der Maimarkthalle in Mannheim.

Wir freuen uns über die gute Resonanz unseres Standes und das Interesse an unseren Ausbildungs- und Arbeitsangeboten.
Artikel aus der RNZ vom 02.03.2015 zur Messe.

Nähere Informationen zur Messe
erhalten Sie  hier.

 

Wechsel der Geschäftsführung des SPHV - Artikel aus der Rhein-Neckar-Zeitung und der Wieslocher Woche

Für eine vergrößerte Ansicht bitte auf den jeweiligen Artikel klicken.

WieWo 21.01.2015


RNZ 17.01.2015    

 

Wechsel in der Geschäftsführung des SPHV

Dr. Detlef Rath beendete nach knapp drei Jahrzehnten seine aktive Tätigkeit als Geschäftsführer und trat zum 31.12.2014 in die Passivphase seiner Altersteilzeit.

Neue Geschäftsführerin ab dem 01.01.2015 ist Melitta Wernecke, bisherige stellvertretende kaufmännische Geschäftsführerin und langjährige Teamleitung der vollstationären Abteilungen.

 

Berufsberatung für psychisch kranke Menschen

Ab Oktober 2014 bieten die NFp Wiesloch jeden ersten Dienstag im Monat eine Berufsberatung für psychisch erkrankte Menschen an. Eine vorherige Anmeldung und Terminvereinbarung bei Anna Krämer (Begleitender Sozialer Dienst) oder Sven Lechner (Jobcoach) ist erforderlich. Tel. 06222/77394-3301.

 

Informationsabend über die NFp Meckesheim
- eine neue Werkstatt des SPHV mit 60 Plätzen für psychisch behinderte Menschen

Hierzu veranstaltet der SPHV in Kooperation mit dem Bürgerkreis für psychosoziale Arbeit e.V. Sinsheim einen Informationsabend für Interessierte und Betroffene.

Dieser findet statt am Mittwoch, 26.11.2014 um 18:00 Uhr in der Tagesstätte des Bürgerkreises Sinsheim, Kirchplatz 12a in Sinsheim.

Für Anfragen steht der Begleitende Soziale Dienst der NFp Wiesloch gerne zur Verfügung: Tel. 06222/77394-3301.

 

Pressemitteilung des SPHV zum Welttag für seelische Gesundheit am 10.10.2014

„Mit Schizophrenie leben“ – so lautet das Motto des diesjährigen Welttags für seelische Gesundheit am 10. Oktober. Dieser Tag, 1992 von der World Federation for Mental Health (WFMH) ins Leben gerufen, soll auf die Belange von psychisch erkrankten Menschen aufmerksam machen und deren Stigmatisierung abbauen.

Mindestens 26 Millionen Menschen sind laut WFMH weltweit von Schizophrenie betroffen – einer Krankheit, die es schon seit den Anfängen der Menschheit gibt und die jeden treffen kann.

Die Diagnose „Schizophrenie“ wird auch heute noch oft als eine Art „Verurteilung“ für das gesamte weitere Leben missverstanden, mit der Folge den Alltag nicht mehr bewältigen zu können und zu keinerlei positiven Entwicklungen mehr in der Lage zu sein. Nach Meinung vieler Gesundheitsexperten sind es oft genau diese Befürchtungen, die das Leben der Betroffenen erst wirklich schwer machen.

Dabei muss das keinesfalls so sein: Der 1975 gegründete SPHV Rhein-Neckar e. V. betreut jährlich viele hundert Menschen mit psychischen Behinderungen, davon einen großen Anteil an Schizophrenie Erkrankten. „Wir wollen mit unserem Leistungsangebot die Lebensqualität der psychisch kranken Menschen verbessern, vor allem durch Unterstützung ihrer Eigenständigkeit und Selbstständigkeit“ so der langjährige Geschäftsführer Dr. Detlef Rath. Ziel sei es, jedem Klienten ein erfülltes und in die Gesellschaft integriertes Leben zu ermöglichen - auch mit der Diagnose Schizophrenie.

Die Leistungspalette des SPHV, dem größten Anbieter von moderner Sozialpsychiatrie im Rhein-Neckar-Raum, reicht von niederschwelligen ambulanten Angeboten wie dem Sozialpsychiatrischen Dienst mit Beratungs- und Begleitungsfunktion über teilstationäre Angebote mit Beschäftigungsmöglichkeiten in der Tagesstruktur sowie Arbeit und Berufsbildung in der Werkstatt bis hin zur vollstationären Wohnbetreuung.

Im Beschäftigungsprojekt ‚Alte Schuhfabrik‘, einem öffentlichen Restaurant des SPHV in der Heidelberger Str. 51, Wiesloch, gibt es auch dieses Jahr anlässlich des Welttages für seelische Gesundheit die traditionelle und beliebte Rinderroulade mit Kartoffelknödel und Rotkraut zum Mittagstisch. Vegetarier erwartet ein entsprechend fleischloses Gericht mit Maronen. Die Mitarbeiter und die im Restaurant tätigen Klienten freuen sich auf viele Gäste und zwanglose stigmafreie Begegnungen von behinderten und nichtbehinderten Menschen.

Über das Leistungsspektrum des SPHV liegt an diesem Tag Informationsmaterial für Interessierte aus.

 

Der SPHV beteiligte sich an der MOOD TOUR (=rollende Anti-Stigma-Kampagne gegen Depression)
am 16.7. und 17.7.2014 in Wiesloch

Auf sportliche Weise wirbt die MOOD TOUR für eine bessere Aufklärung und gegen das Stigma: Menschen mit und ohne Depressionen radeln gemeinsam in 8 Etappen 7000 km quer durch Deutschland. Dabei sollen ihre Teilnehmer eine möglichst schöne und anti-depressive Zeit erleben (durch Natur, Struktur, Sport und Gemeinschaft) und gleichzeitig soll im Sinne der Prävention und Selbsthilfe-Förderung über das Thema Depression aufgeklärt werden.

Start- und Endpunkt der - für interessierte Mitradler offenen - Feierabendetappe am 16. Juli nach Horrenberg war unser Beschäftigungsprojekt und öffentliches Restaurant Alte Schuhfabrik. Auf der einladenen Terrasse konnten sich Radler und Besucher der sich anschließenden abendlichen Gesprächsrunde zum Thema Psychische Gesundheit und Arbeitswelt dann mit leckerem "Pulled Pork" und asiatischem Glasnudelsalat stärken.

Der Themenabend mit den Experten Dr. O. Elmer (Sozialministerium Baden-Württemberg), I. Dienstbühl (Prävention, Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe), H. Kilian (Berufliches Trainingszentrum Rhein-Neckar),  Th. Neuschwander (Betriebsrat SAP), A. Krämer (SPHV), Dr. F. Pleuger (Global Health Management, SAP), Dr. M. Schwarz (zfp - Psychiatrisches Zentrum Nordbaden) und Dr. H. Wellhäußer (Prävention, Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chem. Industrie) sowie P. Weckessser (ver.di) stieß auf lebhaftes Interesse. Der Initiator und Tourenleiter der Mood Tour, Sebastian Burger, hob hervor wie wichtig es sei, dass Menschen ohne Angst um ihren Arbeitsplatz über psychische Probleme und Depressionen reden können. Ungeachtet der Hitze diskutierten zahlreiche - teilweise selber betroffene - Anwesende mit den Experten mehr als zwei Stunden lang über ihre Erfahrungen und Wünsche im Umgang mit psychischen Krankheiten. Hier sind an erster Stelle die Unternehmen und ihre "Unternehmenskultur", aber auch die Politk aufgefordert, niederschwellige Hilfen zu ermöglichen. Beschlossen wurde der Abend wieder im gemütlichen Ambiente auf der Sommerterrasse der Alten Schuhfabrik. Teilnehmer der Mood Tour konnten dann in den Räumen des SPHV übernachten, bevor es am nächsten Tag weiter nach Heidelberg und Bensheim ging.

Hier finden Sie die Veröffentlichungen der RNZ zur Mood Tour in Wiesloch und zur Gesprächsrunde "Psychische Gesundheit und Arbeitswelt".

 

Spatenstich für Werkstatt für psychisch Behinderte in Meckesheim am 18.03.2014

Trotz Regentröpfeln gut gelaunt, begrüßte Dr. Detlef Rath, Geschäftsführer des SPHV, die Gäste des ‚Ersten Spatenstichs’ anlässlich des Baus der neuen Werkstatt für psychisch behinderte Menschen (WfbM) in direkter Nachbarschaft des Bahnhofs von Meckesheim: „Es ist mir eine große Freude, dieses Ereignis heute mit Ihnen teilen zu dürfen“, betonte er, „denn seit jeher ist es mir ein großes Anliegen, mich nicht nur für eine angemessene Wohn- und Betreuungssituation psychisch behinderter Menschen einzusetzen, sondern gerade auch für eine sinnvolle Tagesstruktur mit Teilhabe am Arbeitsleben“. Der Standort sei wegen seiner Zentralität und schnellen Erreichbarkeit durch den ÖPNV ideal für die Region Sinsheim bis Neckargemünd mit knapp 125.000 Einwohnern, so Dr. Rath. Meckesheims Bürgermeister Hans-Jürgen Moos begrüßt besonders, dass das vor acht Jahren von der Gemeinde erworbene Bahngrundstück einen solchen Investor wie den SPHV gefunden hat. Zudem sei die Werkstatt die erste Institution, die durch einen Auftrag des Rhein-Neckar-Kreises in Meckesheim entstehe. Auch Roland Schulz, Sozialdezernent des Landkreises, der hervorhob, wie gerne man im Landratsamt des Rhein-Neckar-Kreises mit dem SPHV zusammenarbeite, und Werner Zuber, Vertreter des Bürgerkreises Sinsheim, freuen sich auf eine gute Kooperation und wünschten dem SPHV eine unfallfreie und zügige Baufertigstellung. Dabei hoben sie den Stellenwert dieses neuen Angebots für psychisch behinderte Menschen hervor. Der SPHV-Vorstandsvorsitzende Manfred Walter dankte abschließend dem Geschäftsführer Dr. Rath für die intensive Vorarbeit, welche für dieses Projekt vonnöten war sowie für die nun rund 30jährige tolle Zusammenarbeit. Der Bau der Werkstatt sei ein weiterer Meilenstein in der Erfolgsgeschichte des seit 1975 bestehenden SPHV Rhein-Neckar.

Mit dem dieser Tage beginnenden Bau dieses sozialen Projekts kann der bisher in der Region eklatanten Unterversorgung in diesem Bereich nun bald kompetent begegnet werden. Mit der Gesamtplanung wurde das Ingenieurbüro Wellm + Partner beauftragt. Bis Ende 2014 soll die neue Einrichtung auf dem 2625 m² großen Areal mit zusätzlichen 970 m² Erweiterungsfläche fertig gestellt und Anfang 2015 in Betrieb genommen werden. „Allerdings können bereits jetzt am Standort Meckesheim interessierte Menschen in den laufenden Betrieb unserer seit 2009 bestehenden WfbM NFp Nordbadische Fabrikproduktionen in Wiesloch-Frauenweiler Einblick erhalten und integriert werden - hierfür bieten wir sogar einen kostenlosen Fahrdienst an“, erläutert Dirk Münker, Betriebsleiter der NFp Wiesloch-Frauenweiler. Interessenten wenden sich bitte an den Begleitenden Dienst des SPHV unter der Telefonnummer 06222.77394-3301.

Weitere Informationen - Zahlen, Daten, Fakten - finden Sie hier.

60 neue Werkstattplätze für psychisch behinderte Menschen in Meckesheim - berufliche Qualifizierung bereits jetzt möglich!

Seit 2008 ist der SPHV Rhein-Neckar Träger einer Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) in Wiesloch-Frauenweiler, den Nordbadischen Fabrikproduktionen - kurz NFp. Der SPHV bietet dort berufliche Qualifizierungsmaßnahmen sowie geschützte Dauerarbeitsplätze für 60 psychisch behinderte Menschen. Um dem Bedarf an Werkstattplätzen für psychisch behinderte Menschen auch im Planungsraum Sinsheim gerecht zu werden, wurde der SPHV vom Rhein-Neckar-Kreis mit dem Bau einer weiteren WfbM in Meckesheim mit 60 Plätzen beauftragt. Schon jetzt können sich Interessierte aus dem Raum Meckesheim/Sinsheim für den Einstieg in die NFp Meckesheim im Jahr 2015 vorbereiten und qualifizieren. Hierfür steht ein kostenloser Fahrdienst des SPHV zu den NFp Wiesloch-Frauenweiler zur Verfügung.

Im Jahr 2012 begannen die Vorbereitungen für ein neues soziales Großprojekt im Raum Sinsheim: den Bau einer neuen Werkstatt für psychisch behinderte Menschen. Der SPHV erhielt hierfür den Auftrag des Rhein-Neckar-Kreises hierfür erhalten hatte und die Planer entschieden sich auf Grund der günstigen Verkehrslage schnell für den Standort Meckesheim. Dort bot die Gemeinde Meckesheim dem SPHV ein Grundstück in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof an. Nachdem alle Fördervoraussetzungen positiv mit den Beteiligten des Landratsamtes, der Agentur für Arbeit und dem Kommunalverband für Jugend und Soziales (KVJS) entschieden wurden, können die Bauarbeiten noch in diesem Frühjahr unter der Bauleitung des Architektenbüros Wellm & Partner beginnen.

Die zukünftigen Teilnehmer der NFp Meckesheim werden dabei nicht nur von einer optimalen Anbindung an den ÖPNV profitieren, sondern auch von der engen Kooperation mit dem Bürgerkreis Sinsheim. Dieser bietet neben differenzierten ambulanten Wohnbetreuungs- und Beratungsangeboten für psychisch kranke Menschen auch niederschwellige Tagesstrukturplätze als Arbeitstraining und Vorbereitung auf weiterführende Rehabilitationsmaßnahmen an.

Derzeit gibt es für interessierten Klienten des Bürgerkreises Sinsheim eine wöchentliche „Schnuppergruppe“ in den NFp, um Einblicke in die Programme einer WfbM zu erhalten. Neben attraktiven Arbeitsangeboten werden den Rehabilitanden durch die Maßnahmen des Eingangsverfahrens und Berufsbildungsbereichs neue Lebensräume und Lernfelder zur Verbesserung ihrer Lebenschancen und freien Entfaltung ihrer Persönlichkeit eröffnet. Dies wird erreicht durch eine hohe Zahl an externen Betriebspraktika, individuell organisierte Außenarbeitsplätze, Jobcoaching, Bewerbungstraining und eine unterstützende Bildungsbegleitung. Die jeweiligen beruflichen Schlüsselqualifikationen und Fertigkeiten werden im Rahmen einer individuellen Eingliederungsplanung gezielt trainiert. Zielsetzung ist die intensive Vorbereitung, Begleitung und Vermittlung hin zum ersten Arbeitsmarkt.

Der SPHV kann bereits jetzt zukünftige Rehabilitanden für den Standort Meckesheim in die laufenden Maßnahmen in den NFp Wiesloch integrieren. Voraussetzung dafür ist zunächst ein erfolgreich abgeleistetes Vorpraktikum sowie eine daran anschließende Kostenzusage durch den zuständigen Kostenträger – in der Regel die Agentur für Arbeit. Der SPHV bietet für den täglichen Weg zwischen dem Wohnort im Planungsraum Sinsheim und den NFp Wiesloch einen eigenen täglichen Fahrdienst an, der für die Rehabilitanden kostenfrei ist. Gegebenenfalls kann auch ein betreuter Wohnplatz organisiert werden. Nähere Informationen erhalten Interessenten beim Begleitenden Sozialen Dienst der NFp Wiesloch unter der Nummer 06222/77394-3301.

 

Teilnahme des SPHV an "Jobs for Future", 20. bis 22. Februar 2014
Messe für Arbeitsplätze, Aus- und Weiterbildung in der Maimarkthalle in Mannheim.

 

Nähere Informationen zur Messe
erhalten Sie  hier.

 

Fachtag zur Innensicht Kinder psychisch kranker Eltern

Am 21.11.2013 fand in Kooperation mit dem Forum Kinder psychisch kranker Eltern ein Fachtag zur Innensicht betroffener Kinder statt. Dieser war Teil des Rahmenprogramms zur Ausstellung "Schlage die Trommel und fürchte dich nicht!" vom 4. - 22. November 2013 im Rathaus Wiesloch.

In der Broschüre "Kinder psychisch kranker Eltern: Erfahrungen - Unterstützung - Information", herausgegeben vom Forum Kinder psychisch kranker Eltern - Heidelberg und Rhein-Neckar-Kreis, sind u. a. Beiträge der SPHV-Mitarbeiter Annemarie Damm und Stefan Krauth veröffentlicht.

 

Pressemitteilung zum Welttag für seelische Gesundheit am 10.10.2013

(ck) „Nicht das Alter ist das Problem, sondern unsere Einstellung dazu.“ wusste schon Marcus Tullius Cicero (106 - 43 v. Chr.), römischer Redner und Staatsmann. In Hinblick auf den demografischen Wandel unserer Kultur stehen wir gleich vor mehreren Problemen, die unter Berücksichtigung der weisen Worte Ciceros somit vielmehr als Fragen verstanden und formuliert werden sollten. Fragen, die nach einer Antwort verlangen und auf die auch eine Antwort gefunden werden kann. Eine der großen Fragen, die in den vergangenen Jahren mehr und mehr in das Bewusstsein der Gesellschaft im Allgemeinen und der Sozialpsychiatrie im Besonderen trat, war die Frage nach älteren Menschen mit psychischen Erkrankungen. Es ist schon lange kein Geheimnis mehr, dass Vitalität, Gesundheit und Lebensbejahung eines Menschen in jeder Lebensphase, vor allem aber mit steigendem Alter, stark an Sinnhaftigkeit und die Strukturen im Alltag gebunden sind. Von größter Bedeutung ist das Gefühl, einen Beitrag zu einer Gemeinschaft, zur Gesellschaft zu leisten, gebraucht zu werden, willkommen zu sein, eine Aufgabe zu haben. In einer Gesellschaft, in der Höchstleistung und Jugendkult an der Tagesordnung sind, ein schwieriges Unterfangen für die ältere Generation - ein, so ist man geneigt anzunehmen, wohl nahezu aussichtsloses Unterfangen für Ältere mit psychischen Erkrankungen. Dieser Thematik nahm sich auch die ‚World Federation of Mental Health‘ (WFMH) an, die in diesem Jahr für den vor über 20 Jahren ins Leben gerufenen Welttag für seelische Gesundheit am 10. Oktober 2013 das Motto ‚Seelische Gesundheit und Ältere‘ ausruft. Auch der SPHV Rhein-Neckar beschäftigt sich seit geraumer Zeit mit dieser so wichtigen Fragestellung. Welche Möglichkeiten bieten sich, ältere, psychisch kranke und/oder behinderte Menschen zu aktivieren und zu motivieren? Welche Angebote gibt es für Menschen, die aufgrund ihres Alters in Verbindung mit der vorliegenden psychischen Erkrankung mit den vielfältigen bestehenden Möglichkeiten in der Tagesstruktur des SPHV überfordert sind? Erste Resultate dieser Denkansätze konnten im SPHV Ende Juni 2013 erfolgreich in die Tat umgesetzt werden: In speziell renovierten und eingerichteten, hellen und einladenden Räumen der Tagesstätte in der Heidelberger Straße 49, werden zur Zeit an zwei Tagen in der Woche zunächst freizeitorientierte Maßnahmen für ältere Menschen angeboten. Das Projekt steckt noch in den Kinderschuhen, die bisherige Resonanz lässt aber darauf schließen, wohin es sich entwickeln kann - zu einem weiteren wichtigen, verlässlichen Bestandteil und Baustein des SPHV Konzepts. Und auch in diesem Jahr lässt der SPHV in seinem Restaurant ‚Alte Schuhfabrik‘ die in der Bevölkerung, bei Klienten und Mitarbeitern gleichermaßen liebgewonnene Tradition der ‚Rinderroulade mit Knödel und Rotkohl‘ zum Mittagstisch anlässlich des Welttages für seelische Gesundheit am 10.10.2013 wieder aufleben. Die Rinderrouladen sowie die vegetarische Alternative 'Kartoffelknödel mit Maronenfüllung und Rotkohl' werden serviert zu einem Aktionspreis von jeweils 4,40 Euro. Bei dieser Gelegenheit kann sich jeder vom integrativen Konzept des SPHV ein eigenes Bild machen.

 

Umzug und offizielle Einweihung der neuen Räumlichkeiten in der Alten Druckerei

Seit Juni 2013 hat die Geschäftsstelle des SPHV ihren Sitz in dem komplett umgebauten Gebäude "Alte Druckerei", Ringstraße 5 in Wiesloch. Auch die Verwaltung und die Abteilung Unternehmenskommunikation & Qualitätsmanagement sind in die ansprechenden neuen Räumlichkeiten umgezogen. Bereits im November 2012 konnte die Montage der Tagesstruktur die großzügige Werkstatt beziehen. Die große offizielle Eröffnung am 20. September 2013 fand mit vielen Vertretern der Öffentlichkeit statt - genannt seien als besondere Ehrengäste die Sozialministerin des Landes Baden-Württemberg Katrin Altpeter, Wieslochs Oberbürgermeister Franz Schaidhammer, das Mitglied des Bundestags Dr. Stephan Harbarth, die Mitglieder des Landtages Karl Klein und Dr. Kai Schmidt-Eisenlohr sowie die Bürgermeister und Bürgermeisterin unserer Einzugsgebiete.

 




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