SPHV

Pressespiegel Archiv

RNZ vom 18.12.2007
Der „Club 77“ feierte seinen 30. Geburtstag
Angebot des Sozialpsychiatrischen Hilfsvereins Rhein-Neckar für psychisch kranke Menschen

Wiesloch. 1977 rief der Sozialpsychiatrische Hilfsverein Rhein-Neckar (SPHV) in Wiesloch den „Club 77“ ins Leben. Der 30.Geburtstag wurde bei der Weihnachtsfeier des Clubs 77 dieser Tage im Beschäftigungsprojekt und öffentlichen Restaurant Alte Schuhfabrik in Wiesloch mit 27 Clubbesuchern gefeiert. Die Clubangebote waren und sind noch heute für viele psychisch kranke Menschen die einzige Möglichkeit, im geschützten Rahmen soziale Kontakte zu knüpfen und zu erproben. Mit den Clubangeboten kann einer drohenden Isolation, die gerade bei alleinstehenden psychisch kranken Menschen besteht, entgegengewirkt werden. Insofern erfüllt der SPHV mit seinem Club 77, so Geschäftsführer Dr. Detlef Rath, eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe.

Die Organisation und Durchführung des Club oblag während der Gründungsjahre zunächst ehrenamtlichen Kräften. Mit den steigenden Teilnehmerzahlen wurden jedoch immer stärker hauptamtliche Mitarbeiter des Sozialpsychiatrischen Dienstes (SpDi) in die Clubarbeit einbezogen. Als 2003 die Kostenträger die Zuschüsse für den SpDi drastisch kürzten, war der SPHV aufgrund seiner soliden und breitgefächerten Arbeit in der Lage, diese Einsparungen durch eine Umorganisation abzufedern. „Die Clubbesucher haben unsere internen organisatorischen Veränderungen natürlich nicht bemerkt, Quantität und Qualität unseres Angebotes blieben unverändert, so der Leiter der Tagesangebote des SPHV, Dirk Münker. Man habe diese sogar ausgebaut: zum Beispiel mit einem Referat über gesunde Ernährung, übertragungen während der Fußball-WM oder einen Hol- und Bringdienst. „Unser Fahrer holt Klienten, die Wiesloch nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen können, ab und fährt sie wieder nach Hause“, so Münker.

Heute ist der Club 77 eingebettet in die vielfältigen und differenzierten Gesamtangebote des SPHV. In den gemütlichen Räumen der Tagesstätte in der Heidelberger Straße 49 in Wiesloch haben die Besucher jeden Dienstag in der Zeit von 17 bis 19 Uhr die Möglichkeit, gemeinsam ihre Freizeit zu gestalten und Kontakte zu knüpfen. Unter der Anleitung von Sozialarbeitern werden Aktivitäten wie Kegeln, Schwimmen, musikalische Nachmittage, kleine Ausflüge, die Zubereitung kulinarischer Köstlichkeiten, Minigolf aber auch Film- und Spielabende unverbindlich und ohne Voranmeldung angeboten. Besonders attraktive Höhepunkte sind der Besuch einer Faschingsveranstaltung in Mannheim, das Grillfest im Sommer und die traditionelle Weihnachtsfeier. Das Clubprogramm wird von Organisatoren und Nutzern gemeinsam gestaltet. So ist stets gewährleistet, dass Geschmack und Bedürfnisse der Teilnehmer getroffen werden.

Rund 70 Personen nutzen jedes Jahr dieses breit gefächerte Angebot mit ca. 45 Terminen jährlich. Etwa 25 Besucher davon kommen regelmäßig. Einige Nutzer gehören schon zu den „Urgesteinen“ - sie sind seit 20 Jahren und länger regelmäßig dabei.

 

WieWo vom 13.12.2007
SPHV feiert Jubiläum
30 Jahre Club 77


Im Jahre 1977 - also vor genau 30 Jahren- rief der Sozialpsychiatrische Hilfsverein Rhein-Neckar e.V. (SPHV) in Wiesloch den Club 77 ins Leben. Dieses Jubiläum wurde im Rahmen der Weihnachtsfeier des Clubs 77 dieser Tage im Beschäftigungsprojekt und öffentlichen Restaurant Alte Schuhfabrik in Wiesloch mit rund 27 Clubbesuchern gefeiert. Die Clubangebote waren und sind noch heute für viele psychisch kranke Menschen die einzige Möglichkeit, im geschützten Rahmen soziale Kontakte zu knüpfen und zu erproben. Mit den Clubangeboten kann einer drohenden Isolation, die gerade bei alleinstehenden psychisch kranken Menschen besteht, entgegengewirkt werden. Insofern erfüllt der SPHV mit seinem Club 77, so Geschäftsführer Dr. Detlef Rath, eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe.

Die Organisation und Durchführung des Club oblag während der Gründungsjahre zunächst ehrenamtlichen Kräften. Mit den steigenden Teilnehmerzahlen wurden jedoch immer stärker hauptamtliche Mitarbeiter des Sozialpsychiatrischen Dienstes (SpDi) in die Clubarbeit einbezogen. Als im Jahr 2003 die Kostenträger die Zuschüsse bei SpDis drastisch kürzten, war der SPHV aufgrund seiner soliden und breitgefächerten Arbeit in der Lage, diese Einsparungen durch eine Umorganisation abzufedern. „Die Clubbesucher haben unsere internen organisatorischen Veränderungen natürlich nicht bemerkt, Quantität und Qualität unseres Angebotes blieben unverändert, ja, mehr noch: Im letzten Jahr referierte eine Mitarbeiterin der AOK über gesunde Ernährung, wir organisierten Großbildschirm-Livesendungen der Vorrundenspiele der deutschen Fußballnationalmannschaft und seit über 10 Jahren bieten wir Besuchern sogar einen Hol- und Bringdienst an. Unser Fahrer holt Klienten, die Wiesloch nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen können, ab und fährt sie wieder nach Hause“, so der Leiter der Tagesangebote des SPHV, Dirk Münker. Heute ist der Club 77 eingebettet in die vielfältigen und differenzierten Gesamtangebote des SPHV. In den gemütlichen Räumen der Tagesstätte in der Heidelberger Straße 49 in Wiesloch haben die Besucher jeden Dienstag in der Zeit von 17 bis 19 Uhr die Möglichkeit, gemeinsam ihre Freizeit zu gestalten und Kontakte zu knüpfen. Unter der Anleitung von Sozialarbeitern werden Aktivitäten wie Kegeln, Schwimmen, musikalische Nachmittage, kleine Ausflüge, die Zubereitung kulinarischer Köstlichkeiten, Minigolf aber auch Film- und Spielabende unverbindlich und ohne Voranmeldung angeboten. Besonders attraktive Höhepunkte im Jahresverlauf sind der Besuch einer Faschingsveranstaltung in Mannheim, das Grillfest im Sommer und die traditionelle Weihnachtsfeier. Das Clubprogramm wird von Organisatoren und Nutzern gemeinsam gestaltet, und so ist stets gewährleistet, dass Geschmack und Bedürfnisse der Teilnehmer getroffen werden.

Ca. 70 Personen nutzen jedes Jahr dieses breit gefächerte Angebot mit ca. 45 Terminen jährlich. Rund 25 Besucher davon kommen regelmäßig. Einige Nutzer gehören schon zu den „Urgesteinen“ - sie sind seit 20 Jahren und länger regelmäßig dabei und werden es bleiben - so ihre überzeugte Antwort auf unsere Frage nach dem künftigen Clubgeschehen.

 

RNZ vom 09.10.2007
SPHV: Welttag für seelische Gesundheit

Wiesloch. Zum 16. Male jährt sich am Mittwoch, 10. Oktober, der 1992 von der World Federation for Mental Health (WFMH) ins Leben gerufene Welttag für seelische Gesundheit. Mit dem diesjährigen Motto „Seelische Gesundheit transkulturell. Der Einfluß der Kultur auf die seelische Gesundheit“ wird ein Aspekt angesprochen, der verdeutlicht, wie wichtig es ist, sich in einer gemeinsamen Sprache mitzuteilen. Ein anderer Aspekt ist bei Menschen mit Migrationshintergrund, dass häufig Entwurzelung oder traumatische Erlebnisse im Heimatland zu psychischer Erkrankung führten und es Informationen über die Kultur des Betroffenen bedarf, den psychisch kranken Menschen in seiner ganzen Individualität zu begreifen - vorausgesetzt, der Betroffene erreicht die Hilfsangebote.

Der Sozialpsychiatrische Dienst (SpDi), Anlauf- und Beratungsstelle für alle Anfragen hilfesuchender psychisch kranker Menschen, hat sich schon seit Jahren mit Broschüren, die in türkischer Sprache verfasst sind, auf solche Fälle vorbereitet. Eine Mitarbeiterin hat sich auch durch die Teilnahme an einer Fachtagung bereits mit dem Problemkreis türkischer Migrantinnen, die in Deutschland psychisch krank werden, vertraut gemacht und ist entsprechend sensibilisiert, was den Umgang angeht.

Der Sozialpsychiatrische Hilfsverein Rhein-Neckar verzichtet am Welttag für seelischen Gesundheit darauf, der Vielzahl an Fachvorträgen, die oft nur vom Fachpublikum wahrgenommen werden, eine weitere Veranstaltung hinzuzufügen. Stattdessen gibt es etwas ‚Handfestes’, nämlich einen günstigen Mittagstisch. Angeboten wird dieser im zentral in Wiesloch gelegenen Beschäftigungsprojekt für psychisch kranke Menschen, dem öffentlichem Restaurant Alte Schuhfabrik des SPHV (Heidelberger Straße/Ecke Schillerstraße). Das Angebot steht allen Menschen offen. Wer Interesse hat, sich über die Arbeit des SPHV zu informieren, kann die ausgelegten Informationen einsehen und findet auch einen kompetenten Ansprechpartner aus der Reihe der anwesenden Mitarbeiter des SPHV.

 

RNZ vom 18.09.2007
Golf Benefizturnier für den SPHV
Golfclub Hohenhardter Hof übergab eine Spende über 1000 Euro


Wiesloch/Baiertal. Bereits zum dritten Mal in Folge initiierte Alexander Schuler aus Rauenberg, Leiter der Abteilung „Men’s Day“ des Golfclubs Hohenhardter Hof, ein Benefizturnier zugunsten des Sozialpsychiatrischen Hilfsvereins Rhein-Neckar (SPHV). Um 14 Uhr trafen sich 45 seiner Golfkollegen und absolvierten dann in gut vier Stunden ein zügiges Spiel bei strahlendem Sonnenschein.

Am Abend fanden sich die Sportler und auch die stellvertretende kaufmännische Geschäftsführerin des SPHV, Martina Netzer, im Gartensaal des Restaurants ein, wo das Ehepaar Boelke zu einem leckeren Abendessen eingeladen hatte. Alice Boelke war es auch, die als Namensgeberin der „3. Alice Trophy“ fungierte. Die Moderation des Siegerzeremoniells erfolgte durch Alexander Schuler. Er erwähnte den Brutto-Gewinner Heinz Fritz, in der Seniorenklasse den Seniorenkapitän des Hohenhardter Hofs David James, sowie Bernd Schulze als Gewinner der B- und Michael Schroth als Sieger der C-Klasse. Für den Longest Drive wurde Karlheinz Dette geehrt.
Direkt im Anschluss an die Siegerehrung kündigte Alexander Schuler dem SPHV die Überweisung der Startgelder an, die aus der Kasse der Abteilung Men’s Day auf 1000 Euro aufgerundet wurden.

Martina Netzer dankte für die Spende und bestellte die Grüße des SPHV-Geschäftsführers, Dr. Detlef Rath. Sie erläuterte, dass auch dieses Mal das Geld zur Durchführung von Freizeiten eingesetzt werde. Die psychisch kranken Menschen, die der SPHV versorgt, hätten in aller Regel keinen finanziellen Spielraum für Urlaube, und so veranstalte der SPHV seit vielen Jahren mehrtägige Freizeiten, die das Fachpersonal des SPHV begleite.

In kurzen Worten stellte Martina Netzer auch ein neues Projekt des SPHV vor, nämlich die Werkstatt für psychisch behinderte Menschen, die im kommenden Jahr im Gewerbegebiet in Frauenweiler eröffnet werde. Schon jetzt strecke der SPHV die Fühler aus, was Kooperationen und künftige Auftraggeber angehe. Sie bat darum, den SPHV ab sofort als künftigen seriösen Partner für Verpackungs-, Verkabelungs-, Konfektionier- und sonstige „Handarbeiten“ oder auch Nischenprodukte zu berücksichtigen.

 

WieWo vom 13.09.2007
Men’s Day veranstaltet Benefizturnier zugunsten des Sozialpsychiatrischen Hilfsvereins
Sportliches Ereignis im Dienste einer guten Sache

(mn). Bereits zum dritten Mal in Folge initiierte Alexander G.A. Schuler aus Rauenberg, aktiver und rühriger Leiter der Abteilung Men’s Day des Golfclubs Hohenhardter Hof, ein Benefizturnier zugunsten des Sozialpsychiatrischen Hilfsvereins Rhein-Neckar e.V. (SPHV). Pünktlich um 14 Uhr trafen sich am 5. September 45 seiner Golfkollegen zum Kanonenstart und absolvierten dann - bereits gestärkt durch einen köstlichen Imbiss des Ehepaars Boelke vom Club-Restaurant - in gut vier Stunden ein zügiges Spiel bei strahlendem Sonnenschein. Am Abend fanden sich sodann die Sportler und auch die stellvertretende kaufmännische Geschäftsführerin des SPHV, Martina Netzer, im lichten Gartensaal des stilvollen Restaurants ein, wo das Ehepaar Boelke auf Kosten des Hauses zu einem leckeren Abendessen eingeladen hatte. Alice Boelke war es auch, die als Leitfigur der „3. Alice Trophy“ fungierte und mit ihren persönlichen Glückwünschen die Moderation des Siegerzeremoniells durch A. Schuler schön ergänzte.

Bei bester Stimmung aller Anwesenden bedachte mit launigen Worten A. Schuler den Brutto-Gewinner Heinz Fritz, in der Seniorenklasse den Seniorenkapitän des Hohenhardter Hofs David James sowie Bernd Schulze als Gewinner der B- und Michael Schroth als Sieger der C-Klasse. Für den Longest Drive wurde Karlheinz Dette geehrt, und es war keine Frage, dass die Erfolge neben den Siegergeschenken mit kräftigem Beifall belohnt wurden. Direkt im Anschluß an die Siegerehrung kündigte A. Schuler dem SPHV die Überweisung der Startgelder an, die aus der Kasse der Abteilung Men’s Day auf glatte 1.000 €uro aufgerundet wurden. Martina Netzer dankte für die großzügige Spende und bestellte die Grüße des SPHV-Geschäftsführers Dr. Detlef Rath, der noch im Urlaub weilte. Sie bedankte sich auch in seinem Namen und erläuterte, dass auch dieses Mal das Geld zur Durchführung von Freizeiten eingesetzt werde. Die psychisch kranken Menschen, die der SPHV versorgt, hätten in aller Regel keinen finanziellen Spielraum für Urlaube, und so veranstalte der SPHV seit vielen Jahren mehrtägige Freizeiten, die das Fachpersonal des SPHV begleite. Meist würden Ziele im Schwarzwald oder am Bodensee angesteuert, auch mal nach Tschechien gehe die Reise, weil dort die Lebenshaltungskosten noch günstiger seien. In kurzen Worten stellte Martina Netzer auch ein neues Projekt des SPHV vor, nämlich die Werkstatt für psychisch behinderte Menschen, die im kommenden Jahr im Gewerbegebiet in Frauenweiler eröffnet werde. Schon jetzt strecke der SPHV die Fühler aus, was Kooperationen und künftige Auftraggeber angehe, und sie bat darum, den SPHV ab sofort als künftigen seriösen Partner für Verpackungs-, Verkabelungs-, Konfektionier- und sonstige ‚Handarbeiten’ oder auch Nischenprodukte zu berücksichtigen.

Ein gelungener Abend, nicht zuletzt durch den kulinarischen Beitrag der Boelkes, rundete ein insgesamt schönes Turnier ab. Dass auch der Himmel nach all den Regentagen zu diesem Turniertermin ein Einsehen hatte, bekräftigte die Tatsache, dass diese sportliche Aktion einer wirklich guten Sache diente!

 

WieWo vom 02.08.2007
SPHV fährt seine Konzepte auf anhaltender Wachstumskurve
Amtierender Vorstand wird für weitere sieben Jahre wiedergewählt


Trotz hochsommerlicher Temperaturen konnte der Vorstandsvorsitzende Manfred Walter dieser Tage im Gemeindepsychiatrischen Zentrum in der Heidelberger Straße eine ganze Reihe von Mitgliedern des Sozialpsychiatrischen Hilfsvereins Rhein-Neckar e.V. zur jährlich stattfindenden Hauptversammlung begrüßen. Die Amtsperiode der Vorstandsmitglieder neige sich dem Ende - Anlass genug, den Blick kurz zurück auf eine ereignisreiche Zeit und viele gewichtige Entscheidungen zu richten. Die stets fruchtbare und von Vertrauen geprägte Zusammenarbeit mit dem Geschäftsführer, Dr. Detlef Rath, dem er für seine Arbeit ausdrücklich dankte, sei auch Motivation für alle drei Vorstandsmitglieder, sich heute wieder zur Wahl zu stellen.

Zuvor jedoch legte der Geschäftsführer in seinem umfassenden und anschaulich mit Grafiken unterlegten Geschäftsbericht die Zahlen des abgelaufenen Berichtsjahres vor. Der seit Gründung des SPHV vor über 30 Jahren eingeschlagene Weg moderner Sozialpsychiatrie sei durch die kompetente Arbeit der nunmehr 70 Mitarbeiter und der Führung des SPHV nach wie vor sehr erfolgreich und stets im Wachstumstrend begriffen, der sich in nahezu allen Bereichen der breitgefächerten Leistungspalette abbilde. So war es denn auch keine Frage, dass die anwesenden Mitglieder sowohl Vorstand als auch Geschäftsführung entlasteten.

Die offen durchgeführte Wahl der erneut kandidierenden Vorstandsmitglieder brachte ein einstimmiges Ergebnis, und sowohl Manfred Walter wie auch Dr. Abrams-Polster und Jakob Höhn nahmen die Wahl für eine weitere, sieben Jahre andauernde Amtszeit gerne an. Das laufende Geschäftsjahr dürfte nachhaltig von der für 2008 geplanten Eröffnung der Werkstatt für psychisch behinderte Menschen geprägt sein.

Für dieses neue Großprojekt seien wieder einmal sämtliche Kräfte zu bündeln, was sicherlich in Anbetracht all der innovativen Meilensteine, die der SPHV im Laufe seiner Geschichte in der Sozialpsychiatrie bereits gesetzt habe, auch dieses Mal gelingen werde.

Den offiziellen Teil der Hauptversammlung beendete die Ehrung von Frau Dr. Angelika Abrams-Polster, die dem SPHV seit langen Jahren verbunden ist und nunmehr seit einem Jahrzehnt erfahren und kompetent, aber auch sehr sympathisch den psychiatrisch-fachärztlichen Part abdeckt. Der Vorstand brachte seine Hoffnung zum Ausdruck, dass die bisherige Zusammenarbeit der letzten zehn Jahre sich auch in der Zukunft so positiv und partnerschaftlich gestalten möge wie in der Vergangenheit.

 

RNZ vom 01.08.2007
Das nächste Großprojekt steht schon bevor
Jahreshauptversammlung des Sozialpsychiatrischen Hilfsvereins - Vorstandschaft wiedergewählt


Wiesloch. Der Vorstandsvorsitzende Manfred Walter konnte dieser Tage im Gemeindepsychiatrischen Zentrum in der Heidelberger Straße eine ganze Reihe von Mitgliedern des Sozialpsychiatrischen Hilfsvereins Rhein-Neckar (SPHV). zur Hauptversammlung begrüßen. Die Amtsperiode der Vorstandsmitglieder neige sich dem Ende - Anlass genug, den Blick kurz zurück auf eine ereignisreiche Zeit und viele gewichtige Entscheidungen zu richten. Die stets fruchtbare und von Vertrauen geprägte Zusammenarbeit mit dem Geschäftsführer, Dr. Detlef Rath, dem Walter für seine Arbeit ausdrücklich dankte, sei auch Motivation für alle drei Vorstandsmitglieder, sich heute wieder zur Wahl zu stellen.

Zuvor jedoch legte der Geschäftsführer in seinem umfassenden und anschaulich mit Grafiken unterlegten Geschäftsbericht die Zahlen des abgelaufenen Berichtsjahres vor. Der seit Gründung des SPHV vor über 30 Jahren eingeschlagene Weg moderner Sozialpsychiatrie sei durch die kompetente Arbeit der nunmehr 70 Mitarbeiter und der Führung des SPHV nach wie vor sehr erfolgreich und stets im Wachstumstrend begriffen, der sich in nahezu allen Bereichen der breitgefächerten Leistungspalette abbilde. So war es denn auch keine Frage, dass die anwesenden Mitglieder sowohl Vorstand als auch Geschäftsführung entlasteten.

Die offen durchgeführte Wahl der erneut kandidierenden Vorstandsmitglieder brachte ein einstimmiges Ergebnis: Manfred Walter Dr. Angelika Abrams-Polster und Jakob Höhn nahmen die Wahl für eine weitere, siebenjährige Amtszeit gerne an. Das laufende Geschäftsjahr dürfte nachhaltig von der für 2008 geplanten Eröffnung der Werkstatt für psychisch behinderte Menschen geprägt sein. Für dieses neue Großprojekt seien wieder einmal sämtliche Kräfte zu bündeln, was sicherlich in Anbetracht der innovativen Meilensteine, die der SPHV im Laufe seiner Geschichte in der Sozialpsychiatrie bereits gesetzt habe, auch dieses Mal gelingen werde.

Den offiziellen Teil der Hauptversammlung beendete die Ehrung von Dr. Angelika Abrams-Polster, die dem SPHV seit langen Jahren verbunden ist und nunmehr seit einem Jahrzehnt erfahren und kompetent den psychiatrisch-fachärztlichen Part abdeckt. Vorstandvorsitzender Manfred Walter, Vorstandskollege Jakob Höhn und Geschäftsführer Dr. Detlef Rath dankten Dr. Abrams-Polster für ihre Treue zum SPHV und ihr Engagement im Vorstand und brachten die Hoffnung zum Ausdruck, dass die bisherige Zusammenarbeit der letzten zehn Jahre sich auch in der Zukunft so positiv und partnerschaftlich gestalten möge wie in der Vergangenheit.

 

RNZ vom 16.07.2007
Oettinger war von der Arbeit beeindruckt
Ministerpräsident informierte sich über den Sozialpsychiatrischen Hilfsverein Rhein-Neckar

Wiesloch. Anlässlich eines kürzlichen Besuchs in Wiesloch fand auch ein Gespräch von Ministerpräsident Günther Oettinger mit dem Vorstandsvorsitzenden des Sozialpsychiatrischen Hilfsverein Rhein-Neckar (SPHV), Manfred Walter, statt. Dieser zeigte die Erfolgsstory der 1975 gegründeten Einrichtung auf. Immer habe der Klient in seiner Einzigartigkeit im Mittelpunkt der Strukturen und Entwicklungen gestanden.

Vielfach hätten neue Betreuungs- und Versorgungsmodelle wie etwa das Betreute Wohnen in den ersten Wohngruppen oder das Therapeutische Wohnheim neue Maßstäbe gesetzt. „So hatte etwa diese vollstationäre Einrichtung, die sich durch ihre radikale Abkehr von tradierten Strukturen, durch ihre Dezentralität und die strikte Umsetzung des Inklusions- und Normalitätsprinzips auszeichnet, Vorbildfunktion für die spätere Gestaltung der sozialpsychiatrischen Landschaft“, sagte Manfred Walter.

Über 400 Klienten würden jährlich betreut, für 137 seien Wohnplätze eingerichtet, 34 Klienten würden in Gastfamilien betreut. Im Monatsdurchschnitt nähmen 145 Teilnehmer am tagesstrukturierten Angebot teil, über 20 000 Mittagessen gebe das Restaurant „Alte Schuhfabrik“ aus. Die Mitarbeiterzahl sei zum Jahresende 2006 auf 71 gestiegen, so Walter.

Der Vorstandsvorsitzende dankte dem Ministerpräsidenten für die Unterstützung des Sozialministeriums und die positive Begleitung der Modellprojekte. Mit sehr motivierten Mitarbeitern und Geschäftsführer Dr. Detlef Rath werde die erfolgreiche Arbeit fortgesetzt. So öffne sich der SPHV für neue Klientel. Er habe mit dem Kreis eine Vereinbarung abgeschlossen, dass der SPHV für seelisch behinderte, aber erwerbsfähige Menschen die derzeit noch in Jugendhilfeeinrichtungen innerhalb der gesamten Bundesrepublik Deutschland lebten, jedoch aus dem Rhein-Neckar-Kreis stammen und hierher zurückkommen wollen, ein geeignetes Betreuungsangebot entwickelt und durchführt.

Walter war hocherfreut, dass der Durchbruch für die Einrichtung einer Werkstatt für psychisch behinderte Menschen in Wiesloch geschafft sei. In diesen Tagen wurde das Gelände der ehemaligen Firma Kfz-Teile Hofmann in Frauenweiler gekauft. Mit Mitte 2008 werde hier eine Werkstatt mit 40 Plätzen entstehen. Der Ministerpräsident zollte der Arbeit des SPHV hohe Anerkennung und Respekt. Die qualitativ hochwertigen Leistungen für psychisch kranke Menschen beeindruckten ihn sehr, so Oettinger. Auch Oberbürgermeister Franz Schaidhammer lobte die Arbeit der Einrichtung.

 

WieWo vom 31.05.2007
Jubiläum im Rhein-Neckar-Kreis
Sozialpsychiatrischer Dienst des SPHV wird 20 Jahre alt


Seit nunmehr 20 Jahren leistet der Sozialpsychiatrische Dienst (SpDi) des SPHV (Sozialpsychiatrischer Hilfsverein Rhein-Neckar e.V.) Daseinsfürsorge für psychisch kranke Menschen. Im Zuge der Psychiatriereform im Jahre 1987 ins Leben gerufen, ist der SpDi seither erste Anlaufstelle für psychisch kranke Menschen und deren Angehörige, die hier in allen Lebensbereichen - sei es Gesundheit, Wohnen, Beschäftigung, Freizeit und Kontakte - Rat und Hilfe suchen können. Aus dem ursprünglich kleinen Beratungszimmer in der Röhrgasse 28 in Wiesloch ist der SpDi im Laufe der zwei Jahrzehnte längst herausgewachsen. Nach seinem langjährigen Domizil in der Wieslocher Höllgasse hat er im Sommer 2005 neue Räumlichkeiten im zentral in Wiesloch gelegenen Gemeindepsychiatrischen Zentrum des SPHV in der Heidelberger Straße 51 bezogen, wo sich in unmittelbarer Nähe auch die ambulanten Dienste und tagesstrukturierenden Angebote des SPHV befinden.

Enge Kooperation
Auch die Ärzte der Institutsambulanz des Psychiatrischen Zentrums Nordbaden halten hier wöchentlich ihre Sprechstunden ab. Umgekehrt wiederum sind Mitarbeiter des SpDi wöchentlich vor Ort in der Institutsambulanz des PZN, so dass eine enge Kooperation zwischen den beiden Häusern und kurze Wege für den psychisch kranken und hilfesuchenden Menschen gewährleistet sind.

Rückblick
Zuständig ist der SpDi für den mittleren und südlichen Rhein-Neckar-Kreis mit ca. 190.000 Einwohnern. Das Jubiläumsjahr ist für den SPHV Anlaß, auf zwei Jahrzehnte innovativer Arbeit zurückzublicken. Viele Veränderungen gab es in den letzten Jahren, und leider waren diese nicht immer positiv für die Mitarbeiter und deren Klientel. So kürzte das Land bereits mehrmals seine Zuschüsse, was zu einer Stellenkürzung und somit zu einer Reduzierung der Betreuungskontakte für die Langzeitklienten führte. So sind Hausbesuche seither längst nicht mehr in dem Maße möglich, wie sie eigentlich erforderlich wären, zumal psychisch kranke Menschen häufig die Tendenz zum Rückzug und zur Vereinsamung haben. Nach einschlägigen Statistiken nehmen die psychischen Erkrankungen in hohem Maße zu.

Veränderungen
Leider stiegen im Jahre 2002 auch die Krankenkassen aus der Pauschalfinanzierung aus. Zwar haben im Gegenzug psychisch kranke Menschen heute die Möglichkeit, eine umfassende Unterstützung in Form der Soziotherapie in Anspruch zu nehmen. Dies ist eine vom Facharzt verordnete Therapie, die sich mittlerweile nicht zuletzt aufgrund des großen Engagements der SpDi-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gut etabliert hat. „Unsere Mitarbeiter arbeiten nach Kräften“, so der Geschäftsführer des SPHV, Dr. Detlef Rath, „doch würden wir uns alle wünschen, dass der SpDi wie in früheren Zeiten die langfristige Begleitung der schwer psychisch kranken Menschen vor allem durch Hausbesuche erbringen könnte und in seinem Versorgungsgebiet ganz unbürokratisch für Betreuung, Lebenshilfe und oftmals notwendige Kriseninterventionen zur Verfügung stünde.

Aufgabe
Denn der SpDi versteht sich als Dienst für Menschen, die krankheitsbedingt aus dem medizinischen und sozialen Versorgungssystem herausfallen. Unsere Aufgabe ist es, sie wieder in dieses Netz zu integrieren, wenngleich die Rahmenbedingungen sich hierfür im Laufe der Jahre zusehends verschlechtert haben.“ Dennoch: Die Arbeit des SpDi dient weiterhin dem Wohle psychisch kranker Menschen, und das Beratungsangebot ist nach wie vor kostenfrei und erfolgt vorrangig durch regelmäßige Sprechstunden. Diese finden in Wiesloch, Hockenheim und Neckargemünd statt. Der SpDi ist telefonisch an allen Wochenarbeitstagen zwischen 09:00 bis 17:00 Uhr erreichbar.

 

RNZ vom 14.05.2007
Seit 20 Jahren zum Wohle psychisch kranker Menschen tätig
Der Sozialpsychiatrische Dienst feiert Geburtstag – Einsparungen im Gesundheitswesen erschweren – kostenfreie Beratung


Wiesloch. Seit nunmehr 20 Jahren leistet der Sozialpsychiatrische Dienst (SpDi) des SPHV (Sozialpsychiatrischer Hilfsverein Rhein-Neckar) Daseinsfürsorge für psychisch kranke Menschen. Im Zuge der Psychiatriereform im Jahre 1987 ins Leben gerufen, ist der SpDi seither erste Anlaufstelle für psychisch kranke Menschen und deren Angehörige, die hier in allen Lebensbereichen - sei es Gesundheit, Wohnen, Beschäftigung, Freizeit und Kontakte - Rat und Hilfe suchen können.

Aus dem ursprünglich kleinen Beratungszimmer in der Röhrgasse 28 in Wiesloch ist der SpDi im Laufe der zwei Jahrzehnte längst herausgewachsen. Nach seinem langjährigen Domizil in der Wieslocher Höllgasse hat er im Sommer 2005 neue Räumlichkeiten im zentral in Wiesloch gelegenen Gemeindepsychiatrischen Zentrum des SPHV in der Heidelberger Straße 51 bezogen, wo sich in unmittelbarer Nähe auch die ambulanten Dienste und tagesstrukturierenden Angebote des SPHV befinden. Auch die Ärzte der Institutsambulanz des Psychiatrischen Zentrums Nordbaden halten hier wöchentlich ihre Sprechstunden ab. Umgekehrt wiederum sind Mitarbeiter des SpDi wöchentlich vor Ort in der Institutsambulanz des PZN, so dass eine enge Kooperation zwischen den beiden Häusern und kurze Wege für den psychisch kranken und hilfesuchenden Menschen gewährleistet sind. Auch steht der SpDi in engem Kontakt zu vielen anderen Institutionen und Leistungserbringern der Region und kann den hilfesuchenden Menschen daher umfassend und professionell zur Seite stehen.

Zuständig ist der SpDi für den mittleren und südlichen Rhein-Neckar-Kreis mit ca. 190.000 Einwohnern. Das Jubiläumsjahr ist für den SPHV Anlaß, auf zwei Jahrzehnte innovativer Arbeit zurückzublicken. Viele Veränderungen gab es in den letzten Jahren, doch waren diese nicht immer nur positiv für die Mitarbeiter und deren Klientel. So kürzte das Land bereits mehrmals seine Zuschüsse, was zu einer Stellenkürzung und somit zu einer Reduzierung der Betreuungskontakte für die Langzeitklienten führte. So sind Hausbesuche seither längst nicht mehr in dem Maße möglich, wie sie eigentlich erforderlich wären, zumal psychisch kranke Menschen häufig die Tendenz zum Rückzug und zur Vereinsamung haben. Nach einschlägigen Statistiken nehmen die psychischen Erkrankungen in hohem Maße zu.

Im Jahre 2002 stiegen auch die Krankenkassen aus der Pauschalfinanzierung aus. Zwar haben im Gegenzug psychisch kranke Menschen heute die Möglichkeit, eine umfassende Unterstützung in Form der Soziotherapie in Anspruch zu nehmen. Dies ist eine vom Facharzt verordnete Therapie, die sich mittlerweile nicht zuletzt aufgrund des großen Engagements der SpDi-Mitarbeiter gut etabliert hat. „Unsere Mitarbeiter arbeiten nach Kräften“, so der Geschäftsführer des SPHV, Dr. Detlef Rath, „doch würden wir uns alle wünschen, dass der SpDi wie in früheren Zeiten die langfristige Begleitung der schwer psychisch kranken Menschen vor allem durch Hausbesuche erbringen könnte und in seinem Versorgungsgebiet ganz unbürokratisch für Betreuung, Lebenshilfe und oftmals notwendige Kriseninterventionen zur Verfügung stünde. Denn der SpDi versteht sich als Dienst für Menschen, die krankheitsbedingt aus dem medizinischen und sozialen Versorgungssystem herausfallen. Unsere Aufgabe ist es, sie wieder in dieses Netz zu integrieren, wenngleich die Rahmenbedingungen sich hierfür im Laufe der Jahre zusehends verschlechtert haben.“

Dennoch: Die Arbeit des SpDi dient weiterhin dem Wohle psychisch kranker Menschen, und das Beratungsangebot ist nach wie vor kostenfrei und erfolgt vorrangig durch regelmäßige Sprechstunden. Diese finden in Wiesloch, Hockenheim und Neckargemünd statt. Der SpDi ist telefonisch an allen Wochenarbeitstagen zwischen 09:00 bis 17:00 Uhr erreichbar.

 

WieWo vom 26.04.2007
KFZ-Teile Hoffmann verkauft
Künftig Werkstatt für 40 psychisch Behinderte


(rg) Wie aus dem jüngsten Rechenschaftsbericht des in Wiesloch beheimaten Sozialpsychiatrischen Hilfsverein Rhein-Neckar (SPHV) hervorgeht, konnte das frühere Geschäftshaus der Kfz-Teile Hoffmann (später Krammer) in Frauenweiler erworben werden. In dem seit über zwei Jahren leer stehenden Anwesen am Eingang der Ludwig-Wagner-Straße wird in Kürze mit Umbau- und Renovationsarbeiten begonnen. Bereits Anfang 2008 sollen hier 40 psychisch behinderte Menschen aus dem Raum Wiesloch-Walldorf beschäftigt werden. Der SPHV als neuer Eigentümer hat vor einigen Jahren auch das frühere städtische Weckesser-Gebäude am Schillerpark erworben und betreibt hier in der „Alten Schuhfabrik“ ebenfalls mit psychisch Behinderten einen Gastronomenbetrieb.
Der Verein bemüht sich schon seit geraumer Zeit um die Schaffung von Beschäftigungsmöglichkeiten für psychisch kranke Menschen. Ergebnislos verhandelt wurde in der Vergangenheit bereits über das ehemalige Gebäude der Papierfabrik Riede am Stadtbahnhof und über den Erwerb eines städtischen Grundstücks im Bereich des Staatsbahnhofs Wiesloch-Walldorf. „Umso erfreuter waren wir, als sich die Chance ergab, ein bestehendes, sehr geeignetes Objekt kurzfristig zu erwerben“, schreibt Geschäftsführer Dr. Detlef Rath in dem noch druckfrischen Jahresrückblick 2006.

 

RNZ vom 17.11.2006
Arbeit und Beschäftigung für 140 psychisch kranke Menschen
Seit zehn Jahren gibt es die Abteilung Tagesstruktur des Sozialpsychiatrischen Hilfsverein Rhein-Neckar – Eine breite Angebotspalette für die Klienten


Wiesloch. Der Sozialpsychiatrische Hilfsverein Rhein-Neckar (SPHV) ist in der hiesigen Region für seine innovative Arbeit mit psychisch kranken Menschen bestens bekannt. Im vergangenen Jahr beging die rührige Organisation ihr nunmehr 30jähriges Bestehen. Innerhalb des breitgefächerten Angebotes nimmt die Abteilung Tagesstruktur seit 10 Jahren einen breiten Raum ein. Im Jahre 1996 wurde dieser teilstationäre Bereich als „Tagesstruktur mit Café Villa Weckesser“ gegründet.

Im damaligen ‚Weckessergebäude’, heute als Gemeindepsychiatrisches Zentrum, ein im Eigentum des SPHV befindliches Anwesen, begann man, den psychisch kranken Bewohnern der stationären Wohnbereiche des SPHV eine sinnvolle und gesunde Tagesstruktur anzubieten. Von Anfang an wurde der konzeptionelle Schwerpunkt auf realitätsnahe Zuverdienstangebote mit Arbeitscharakter gelegt.

Zusammen mit einer Jahrespraktikantin begann der damalige Leiter dieser Abteilung mit rund 25 psychisch kranken Menschen in der Heidelberger Straße 49 inmitten Wieslochs mit einem sogenannten Industrieservice, in dem jeder Klient entsprechend seiner individuellen Belastungsfähigkeiten einer Beschäftigung nachgehen konnte.

Primäres Ziel war es, für die überwiegend chronisch psychisch kranken Menschen mit dieser Art der Tagesstruktur einen gesunden Biorhythmus einzutakten, um den Krankheitsverlauf positiv zu beeinflussen. Außerdem sollten die vorhandenen Fähigkeiten erhalten bzw. neue Fähigkeiten gezielt gefördert werden. Wo immer möglich wurden auch weitergehende Maßnahmen zur beruflichen Rehabilitation vorbereitet.

An diesen Zielsetzungen hat sich bis auf den heutigen Tag nichts geändert. Schnell entwickelte sich eine vielschichtige Angebotspalette, die bereits in frühen Jahren Dienstleistungen wie den Bügelservice, Bürotätigkeiten und einen täglichen Mittagstisch beinhaltete und somit im Grunde bereits die heutigen Basisleistungen darstellte. Im Jahre 1998 konnte der SPHV schließlich die Räumlichkeiten im Erdgeschoß der Heidelberger Straße 51 wesentlich erweitern, was aufgrund des großen Andrangs auch dringend notwendig war.

Der Umbau und die Einrichtung der Werkstatt stellte für den SPHV einen „ordentlichen Brocken“ dar. Mit Bezug der neuen Räume erhöhten sich aber die dringend benötigten Platzangebote der arbeitspädagogischen Werkstatt, und außerdem konnte der SPHV auch das Beschäftigungsprojekt und öffentliche Restaurant Alte Schuhfabrik als Zweckbetrieb eröffnen.

Als weiterer Betreuungsbaustein in der Angebotspalette der Tagesstruktur kam Anfang 2000 die für die Nutzer kostenfreie, niederschwellige Tagesstätte hinzu. Seitdem ergänzen die hier durch eine Sozialpädagogin angebotenen unverbindlichen Angebote das Leistungsspektrum der Abteilung Tagesstruktur durch lebenspraktisches Training (z. B. Kochgruppen), sinnvolle Freizeitgestaltung (Hobbies, kreative Angebote) und Beratung jeweils für ambulant betreute psychisch kranke Menschen. Sehr schnell zeigte sich, dass es auch bei dieser Nutzergruppe einen großen Bedarf an niederschwelligen arbeitsorientierten Beschäftigungsangeboten gab.

Gegenwärtig bietet der SPHV in der Tagesstruktur auf rund 450m⊃2; vielfältige, differenzierte und auf die individuellen Bedürfnisse der Teilnehmer abgestimmte Arbeits- und Beschäftigungsmaßnahmen an. In den Bereichen Tagesstätte, Restaurant Alte Schuhfabrik und arbeitspädagogische Werkstatt werden zur Zeit monatlich rund 140 psychisch kranke Menschen von Ergotherapeuten, Sozialarbeitern, Köchen und Arbeitserziehern angeleitet und betreut. Neben den Teilnehmern aus den SPHV-Betreuungsbereichen des Therapeutischen Wohnheimes sowie der Abteilung Klientenbudget und den Ambulanten Diensten steht die Tagesstruktur auch Patienten des Psychiatrischen Zentrums Nordbaden zur externen Arbeitstherapie offen. Ebenfalls betreut der SPHV hier psychisch kranke Arbeitslosengeld-II-Empfänger.

Aus der anhaltend großen Nachfrage lässt sich auch noch nach 10 Jahren des Bestehens der Tagesstruktur die enorme Attraktivität der Einrichtung sowohl für Teilnehmer als auch Kostenträger ableiten. Allerdings soll hier nicht unerwähnt bleiben, dass es für den genannten Personenkreis über die Tagesstruktur hinaus in der Versorgungsregion viel zu wenige Anschlußförderplätze in Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) gibt. Viele Klienten der Tagesstruktur müssen deshalb teilweise bis zu 1½ Jahre auf einen solchen Platz warten. Hier hofft der SPHV mit seiner seit langem geplanten WfbM baldmöglichst Abhilfe schaffen zu können.

 

WieWo vom 10.08.2006
SPHV auf stetigem Wachstumskurs
Rund 70 Mitarbeiter betreuen rund 600 Klienten

Dieser Tage konnte der Vorstandsvorsitzende des Sozialpsychiatrischen Hilfsvereins Rhein-Neckar e.V. (SPHV), Manfred Walter, trotz hochsommerlicher, fast unerträglicher Temperaturen sowohl seine Vorstandskollegen, Chefärztin Dr. Angelika Abrams-Polster und Rechtsanwalt Jokob Höhn als auch eine Reihe von Mitgliedern des Vereins zur jährlich stattfindenden Hauptversammlung begrüßen.

Manfred Walter betonte zu Beginn seiner Ausführungen, welch phantastische Entwicklung der SPHV im Laufe seines nunmehr über 30-jährigen Bestehens genommen habe. Die Vereinsgeschichte sei geprägt von stetiger Expansion und aufgrund innovativer Projekte auch von wachsender Bedeutung in der sozialpsychiatrischen Landschaft. Inzwischen betreuen rund 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den verschiedenen Abteilungen des SPHV etwa 600 psychisch kranke Menschen pro Jahr. Im zurückliegenden Geschäftsjahr sei als besonders herausragend der Umbau des Weckessergebäudes zum Zwecke der Beheimatung des GPZ zu nennen, das der SPHV in Zusammenarbeit mit dem Psychiatrischen Zentrum Nordbaden (PZN) zuvor bereits „virtuell“ entwickelt und Installiert hatte. Dieser an der Vernetzung von Leistungen und damit unter dem Aspekt von Ressourcenbündelung zum Wohle des psychisch kranken Menschen einerseits und der höheren Wirtschaftlichkeit andererseits orientierten Kooperation wurde schon im Vorfeld der GPZ-Eröffnung vom Sozialministerium Baden-Württemberg Modellcharakter bescheinigt.

Der Geschäftsführer, Dr. Detlef Rath, konkretisierte den Geschäftsbericht. Die Entwicklung der Bilanz- und Umsatzsummen der letzten Jahre verdeutlichte das dynamische Wachstum des SPHV. Als ein Qualitätsmerkmal der Betreuungsarbeit des SPHV gelte die Qualifikation der Mitarabeiterschaft. Insgesamt hätten 64 % der Mitarbeiter im Betreuungsdienst einen Hochschulabluss, davon seien 52 % diplomierte Sozialarbeiter bzw. Sozialpädagogen. Man bewege sich hier auf Spitzenniveau, und auch die wenigen Aushilfskräfte rekrutierten sich aus einschlägigen Berufsgruppen wie z.B. Krankenschwestern.

Keine Frage, dass die Interessierten Zuhörerinnen und Zuhörer nach diesem übersichtlichen und gut strukturierten Geschäftsbericht sowohl Vorstand als auch Geschäftsführung jeweils einstimmig entlasteten. Ein Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr brachte eine Reihe von neuen Vorhaben zu Tage. Neben einigen Renovierungsprojekten plant man beispielsweise die lntensivbetreuung junger psychisch kranker Menschen und kann dabei auf seit Jahren bewährte Hintergründdienste aus den vollstationären Bereichen des SPHV zurückgreifen. Insbesondere aber die Errichtung einer Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) wird im laufenden Jahr endlich konkret. Der Zuschlag für die Errichtung einer solchen Werkstatt sei schon im Jahr 2002 vom damaligen Landeswohlfahrtsverband Baden (LWB) an den SPHV ergangen, allerdings hat sich durch die Auflösung des LWB und den Ausstieg der Arbeitsagentur aus der lnvestivförderung derartiger Projekte eine jahrelange und aufreibende Verzögerung ergeben. Im Übrigen zeigten die in der Zwischenzeit erfolgten Akquisebemühungen erste Erfolge. Der Bedarf für eine WfbM ist dringender denn je. Es bleibt zu hoffen, dass all die Bemühungen der letzten Jahre, von der Suche nach einem geeigneten Grundstück über Planung und Konzeption der Werkstatt bis hin zur Kontaktierung erster potentieller Auftraggeber nun bald vom Baubeginn gekrönt werden.

 




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